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NEVER STOP EXPLORING

>> Diese Karte, die ich für euch kreiert habe, stelle ich euch heute zwar als letzte vor, doch sie steht den anderen in ihrer Aussage in nichts nach. Im Gegenteil, sie ist eine Aufforderung fürs Leben! <<

Albert Einstein sagte einmal: „Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines.“

Wenn man mal einen Nachmittag mit Kindern verbringt, versteht man, was er meint. Kinder sind ungemein begeisterungsfähig. Einfach alles ist spannend und ein Abenteuer. Sie bekommen große leuchtende Augen, wenn man ihnen einen Bonbon aus dem Ohr zaubert, und wenn man mit ihnen durch den Garten spaziert, wird jede Blume „angedadat“ und bewundert. Abends fallen sie in einen komatösen, tiefen Schlaf, weil sie einen so spannenden und fesselnden Tag hatten, dass ihnen erschöpft, aber glücklich die Äuglein zufallen. (Müde Eltern werden mir jetzt widersprechen, aber ihr wisst schon, was ich meine.)

Wir leben in einer unglaublich faszinierenden Welt, dass es einem eigentlich auch als Erwachsenem jeden Tag den Atem rauben sollte. Es gibt so viel zu entdecken, da reicht ein Leben kaum für aus! Aber wir haben keine Zeit dafür. Wir ertrinken im Alltag und nur im Urlaub tauchen wir auf und entdecken auf unbekannten Pfaden die Schönheit unserer kleinen Weltkugel. Ich selbst nehme mich da nicht aus.

Im letzten Herbst ist mir aber eines bewusst geworden:
Entdecken kann ich hier zu Hause viel mehr als gedacht.

Alles begann in unserem USA-Urlaub. Wir haben einen Roadtrip durch Connecticut, Massachusetts und Road Island gemacht. Mein kleines Herz empfand einfach alles als schön und hüpfte bei jeder Kleinigkeit auf und ab. Für unser Urlaubsvideo habe ich überaus eifrig die Straßen während der Fahrt gefilmt. Ich war total begeistert von den gelben Linien, die mich automatisch an Urlaub und Freiheit erinnern. In Deutschland war ich noch nie auf die Idee gekommen, die Straße zu filmen. Warum auch, sehe ich sie doch jeden Tag und zugegebenermaßen klingt es auch etwas albern.

Ist es aber gar nicht!

Denn mir wurde schnell klar, was ich da gerade so übertrieben genieße, ist für andere der tägliche Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Fitnessstudio. Wieder zu Hause habe ich mir deshalb vorgenommen, einmal bewusst meinen täglichen Weg wahrzunehmen und Überraschung: Nach sechs langen Jahren hab’ ich auch endlich mal gemerkt: Mein Arbeitsweg ist tatsächlich auch ganz schön schön! Also wäre ich ein Tourist, ich würd’s filmen!

Reisen macht uns innerlich viel reicher, als es Geld je machen könnte. Das wissen wir ja bereits. Doch damit sind nicht nur die großen Abenteuer in ferne Länder gemeint. Manchmal liegt das Glück viel näher als gedacht. Wir müssen nur die Augen öffnen und uns unsere kindliche Neugierde und Begeisterungsfähigkeit bewahren.

Meine letzte Karte soll also Appetit machen – auf nichts geringeres als das Leben selbst! Jeden Tag ein neues Abenteuer und auf zu neuen Ufern! Die Fähigkeit, Schönes in den kleinen Dingen zu entdecken, ist nicht immer einfach, aber man kann es lernen: Augen auf und los gefreut!


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